Porträt

Das Umfeld, in dem wir wirken. Der Schweizer Markt für Gebäudetechnik in Bewegung.

Im Schweizerischen Gebäudepark waren laut letzter Volkszählung im Jahr 2000 rund 1.6 Millionen Heizanlagen in Betrieb. Der Grossteil der Fläche in Wohngebäuden wird heute nach wie vor mit fossilen Brennstoffen beheizt. 55,8 Prozent mit Öl und 20,1 Prozent mit Gas. Gesamtschweizerisch verbrauchen Anlagen für Heizung und Warmwasser rund 330 Peta-Joule und stossen zirka 22 Millionen Tonnen CO2 aus. 330 Peta-Joule entsprechen rund 117‘000 Bahntankwagen voller Heizöl.

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Wie die Zahlen zeigen, sind Öl und Gas heute nach wie vor die bedeutendsten Energieträger in der Heizwärmegewinnung. Es ist jedoch eine deutliche Verschiebung hin zu alternativen Energieformen (Wärmepumpen, Holz, Solar) zu beobachten.

Der Anteil von neuen Technologien, die mit erneuerbaren Energien arbeiten, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angewachsen. Heute tragen nachwachsende Energieformen mit rund 15 Prozent zur Schweizer Wärmeversorgung in Gebäuden bei.

Neue Technologien, die oft mit klassischen Heizsystemen kombiniert werden, erfordern von Seiten der Anlageplanung eine ganzheitliche Betrachtung. Die einzelnen Komponenten können nicht für sich isoliert geplant und gebaut werden. Vielmehr steht das Zusammenspiel als Gesamtsystem im Fokus. Hinzu kommt durch die dichtere Bauweise immer öfter auch die Komfortlüftung, die ins System integriert werden muss.

Das Bedürfnis von Hauseigentümern, Bauträgern und Investoren nach neutraler Information ist gross. GebäudeKlima Schweiz will hier Hand bieten und als künftig wichtigster Schweizer Fachverband in diesem Bereich die Leaderrolle übernehmen.

Chance Heizungssanierung
Über 40 Prozent des Energieverbrauchs und der CO2- Emissionen in der Schweiz fallen im Gebäudebereich an. Wer seine Liegenschaft intelligent und effizient saniert, kann den Wärmebedarf und den damit verbundenen CO2-Ausstoss deutlich reduzieren. Rund 30 Prozent aller Heizungsanlagen in der Schweiz sind aus energetischen und/oder lufthygienischen Gründen sanierungsbedürftig. Das Energiesparpotenzial beträgt rund 50 Peta-Joule. Gleichzeitig liessen sich rund 3 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

Bund, Kantone und Gemeinden als Investitionsauslöser
Bund und Kantone fördern die Gebäudesanierung in den Bereichen Gebäudehülle und Haustechnik. Anfang 2010 wurde dazu das Gebäudeprogramm gestartet. Es löst das auslaufende Gebäudeprogramm des Klimarappens ab. Das Gebäudeprogramm soll pro Jahr rund 10‘000 Gebäudesanierungen und Investitionen von über einer Milliarde Franken auslösen. Getragen wird das Gebäudeprogramm von den Kantonen – zusammengeschlossen in der Konferenz kantonaler Energiedirektoren (EnDK) – und dem Bund, vertreten durch das Bundesamt für Energie und das Bundesamt für Umwelt.

Haustechnikbranche gefordert
Die Haustechnikbranche ist durch die enorme Dynamik in ihrem Markt besonders gefordert. GebäudeKlima Schweiz will die Branche hier unterstützen, Brücken bauen und aktiv das Marktgeschehen mitgestalten, in Bereichen wie etwa Ausbildung oder Qualitätssicherung.

Service für Qualität mitentscheidend
Für eine Heizung von einwandfreier Energieeffizienz sind nicht nur die Qualität der Produkte, eine einwandfreie Planung und Installation von zentraler Bedeutung. Denn damit eine Heizung energieeffizient betrieben werden kann, muss sie auch fachmännisch einreguliert und regelmässig gewartet werden. Mit einer speziellen fachübergreifenden Kommission «Service» wird GebäudeKlima Schweiz der besonderen Bedeutung der After-Sales-Leistungen gerecht.

Gründungskommission
Dr. Pirmin Frei, Projektleiter GebäudeKlima Schweiz
Jürg Nufer, Hoval Herzog AG
Richard Osterwalder, Weishaupt AG
Thomas Felber, Elcotherm AG
Martin Kaufmann, Walter Meier AG

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